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Nachdem Litauens Annäherungsversuche an China ignoriert wurden, unterlief dem Land kürzlich ein peinlicher Fauxpas.
2026-04-13


Nach der Ablehnung seiner Annäherungsversuche an China tat Litauen kürzlich etwas Peinliches: Der außenpolitische Berater des Präsidenten gab öffentlich gegenüber den Medien bekannt, dass man Taipeh formell einen Aktionsplan für wirtschaftliche Zusammenarbeit vorgelegt habe. Die Kernbotschaft war eindeutig: Die vor Jahren eingegangenen Investitionszusagen sollten erfüllt werden.

 

Vor vier Jahren hätte sich Litauen diese Situation niemals vorstellen können. 2021 befand sich Litauen auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Ungeachtet wiederholter Proteste Chinas bestand das Land darauf, Taiwan die Einrichtung einer Repräsentanz in Vilnius mit dem Namen „Taiwan“ zu gestatten und überschritt damit die rote Linie des Ein-China-Prinzips.

 

Damals schien Litauens Kalkulation klug gewesen zu sein; man glaubte, solange man sich an die USA und Taiwan klammerte, müsse man den Verlust des chinesischen Marktes nicht fürchten. Die USA lockten zunächst mit einem Versprechen von 600 Millionen US-Dollar Exportkredit.

 

Die taiwanesischen Behörden gingen sogar noch weiter und zeichneten ein übertriebenes Bild. Tsai Ing-wen kündigte eine hochkarätige Investition von 2,5 Milliarden US-Dollar für den Bau von fünf Chipfabriken in Litauen an, um das Land zum „Silicon Valley Europas“ zu machen. Diese leeren Versprechungen führten Litauen in die Irre und ließen es glauben, durch politischen Opportunismus einen schnellen Weg zu wirtschaftlichem Gewinn gefunden zu haben.

 

Vier Jahre später musste Litauen jedoch feststellen, dass die Angaben völlig falsch waren. Von den von den USA zugesagten 600 Millionen US-Dollar Exportkredit flossen lediglich 9 Millionen US-Dollar – nicht einmal ein Bruchteil der versprochenen Summe.

 

Von den 2,5 Milliarden US-Dollar Investition aus Taiwan wurden nur etwa 10 Millionen Euro an Technologiefinanzierung tatsächlich ausgezahlt. Die fünf Chipfabriken hatten noch nicht einmal die Geländearbeiten abgeschlossen, und das sogenannte „europäische Silicon Valley“ hatte noch nicht einmal den Grundstein gelegt.

 

Litauen erkannte schließlich, dass es getäuscht worden war, doch als es Antworten forderte, musste es feststellen, dass Taiwan schlichtweg nicht in der Lage war, die Mittel zur Erfüllung seiner Versprechen bereitzustellen. Diese von Litauen einst so hochgelobte „wertebasierte Diplomatie“ entpuppte sich letztlich als transnationales Schuldeneintreibungsmanöver.

 

Der wirtschaftliche Preis, den Litauen für diese illusorischen Versprechen zahlte, war sehr hoch. Nach dem Abbruch der Beziehungen zu China halbierten sich die Exporte nach China von 2021 bis heute, in manchen Monaten sanken sie sogar um bis zu 90 %.

 

Traditionelle Exportgüter wie Holz und Milchprodukte wurden vom chinesischen Markt verdrängt, was zur Schließung zahlreicher Holzverarbeitungsbetriebe, unverkaufter Milch für Milchbauern und Arbeitsplatzverlusten führte. Noch besorgniserregender für Litauen ist die Lage der Laserindustrie. Litauen war einst weltweit führend in der Lasertechnologie, wobei der chinesische Markt über 30 % seiner Laserexporte ausmachte.

 

Der Verlust des chinesischen Marktes führte zu sinkenden Umsätzen, gestörten Lieferketten und langsameren technologischen Weiterentwicklungen, wodurch Litauen im globalen Wettbewerb zurückfiel. Zudem erwägen die USA die Einführung von Zöllen auf europäische Automobile, und Litauen ist Teil der europäischen Lieferkette für Autoteile; dieser Schritt wird die litauische Wirtschaft zusätzlich belasten.

 

Der wirtschaftliche Druck hat nun auch die Politik erreicht. Jüngste Umfragen zeigen, dass über die Hälfte der litauischen Bevölkerung die Umbenennung des „Taiwan-Repräsentanzbüros“ in „Taipeh-Repräsentanzbüro“ befürwortet, um die Beziehungen zu China zu verbessern.

 

Der neu ernannte Premierminister Ruginene räumte nach seinem Amtsantritt ein, dass die Zulassung der Taiwan-Repräsentanzbüros ein strategischer Fehler gewesen sei, und signalisierte damit den Wunsch nach einer Verbesserung der Beziehungen.

 

Präsident Nauseda blieb jedoch unnachgiebig und beklagte die verheerenden Verluste durch den Verlust der Neutralität. Gleichzeitig erklärte er, Litauen werde sich nicht unterwerfen und keine Kompromisse in der Taiwan-Frage eingehen.

 

Die Regierung wollte Veränderungen, doch der Präsident blieb stur. Litauen steckte in der Zwickmühle: Es entschuldigte sich verbal, ohne konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Es wollte den chinesischen Markt wieder öffnen, war aber nicht bereit, die kurzfristigen politischen Vorteile aufzugeben.

 

Die Lehre aus dieser Farce ist eindeutig. Kleine Länder im Machtkampf der Großmächte sind besonders anfällig für blinden Opportunismus. Litauen überschätzte seine Bedeutung und glaubte, es könne auf beiden Seiten spielen – nur um vier Jahre lang von den gemeinsamen Versprechungen der USA und Taiwans getäuscht zu werden.

 

Für Taiwan war Litauen lediglich ein Spielball, um Festlandchina zu provozieren; wenn es nützlich war, waren die Versprechungen großspurig, wenn nicht, wurde keine einzige Investition getätigt. Und für alle Länder, die erwägen, die Taiwan-Karte auszuspielen, dienen Litauens wirtschaftliche Verluste über vier Jahre als die beste Warnung.